515 Sprüche — Seite 9
Nicht Unerschrockenheit allein, sondern das Handeln trotz Furcht macht den eigentlichen Mut aus. Er zeigt sich im Wagnis des Neubeginns, im Aushalten von Widerstand und in der Treue zu dem, was als richtig erkannt wurde. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewunderungswürdigsten Kräften menschlichen Lebens.
Sein Wert tritt besonders dann hervor, wenn Bequemlichkeit, Zweifel oder äußere Macht zum Rückzug drängen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass Mut nicht nur in großen Taten lebt, sondern oft im stillen Festhalten an Wahrheit, Hoffnung und Verantwortung beginnt.
Viele wären Feiglinge, wenn sie ausreichend Mut hätten.
— Thomas Fuller
Kluge Leute sind selten mutig. Sie sind vorsichtig und maßvoll, also eigentlich feige. Wirklichen Mut haben nur die Narren.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Wer recht sehen will, was der Mensch tun könnte, wenn er wollte, darf nur an die Personen denken, die sich aus Gefängnissen gerettet haben, oder haben retten wollen. Sie haben mit einem einzelnen Nage …
— Georg Christoph Lichtenberg
Das Außergewöhnliche geschieht nicht auf glattem, gewöhnlichem Wege.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wir lieben die uns Wohlwollenden, aber wir achten mehr die, die es wagen, uns ehrlich anzugreifen. So hoch ist unsere Meinung von uns selbst.
— Carl Ludwig Schleich
Freude und Mut machen das Gesicht schön
Wer das Wohlergehen anderer über sein eigenes stellt, erschließt sich eine unerschöpfliche Quelle von Mut und Entschlossenheit
— Dalai Lama
Wie wenige Menschen, auch die tapfersten, haben jemals den Mut, klar einzugestehen, ihre Anschauung von gestern sei Irrtum und Unsinn gewesen.
— Stefan Zweig
Nur ein großer Geist wagt es, einfach im Stil zu sein.
— Stendhal
Scheint dir auch mal das Leben rauh, sei still und zage nicht: die Zeit, die alte Bügelfrau, macht alles wieder schlicht.
— Wilhelm Busch
Die Schwierigkeit ist immer klein, man muss nur nicht verhindert sein.
— Wilhelm Busch
Die Kunst des Bergsteigens ist es, die Grenzen zwischen Feigheit und Wahnsinn zu erkennen. Mit anderen Worten - den grösstmöglichen Schwierigkeiten mit grösstmöglicher Vorsicht zu begegnen.
— Reinhold Messner
Tadelt man, dass wir uns lieben, dürfen wir uns nicht betrüben: Tadel ist von keiner Kraft. Andern Dingen mag das gelten, kein Missbilligen, kein Schelten, macht die Liebe tadelhaft.
— Johann Wolfgang von Goethe
Weshalb können wir denn nicht natürlich sein? Oh, ich weiß sehr wohl, uns fehlt nur der Mut.
— Jens Peter Jacobsen
Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.
— George Smith Patton
Eine Blume, die sich erschließt, macht keinen Lärm dabei. Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum. Unbemerkt kommt alles, was Dauer haben wird.
— Wilhelm Raabe
Für den, der Schwierigkeiten zwar mit ungleichen Kräften, aber mutig begegnet, ist eine Situation selten wirklich aussichtslos.
— Marquis de Vauvenargues
Wenn mir aber was nicht lieb, weg damit! ist mein Prinzip.
— Wilhelm Busch
Furchtlos, doch mit Bescheidenheit beschreite des Lebens Stege. Wer immer nur im Mittelpunkt steht, steht allen andern im Wege.
Wenige Leute haben Mut genug, unangenehme Ratschläge zu geben
— Christina I. von Schweden