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Sprüche über Gefahr

564 Sprüche — Seite 16

Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.

Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.

  1. Der gefährlichste Gegner der Kraft ist die Schwäche.

    Hugo von Hofmannsthal

  2. Das Geheimnis, die größte Freude am Leben zu finden, ist gefährlich zu leben!

    Friedrich Nietzsche

  3. Wer schnell entschlossen ist, der strauchelt leicht.

    Sophokles

  4. In dieser Welt gibt's immer Gefahren für die, die sich fürchten

    George Bernard Shaw

  5. Trinke nicht Wasser aus einer schmutzigen Quelle, ruhe nicht im Schatten eines giftigen Baumes.

  6. Eines Mannes Tugend erprobt allein die Stunde der Gefahr.

    Friedrich von Schiller

  7. Grundsätzlich verlogene Menschen sind ungefährlich. Gefährlich sind nur Lügner, die manchmal die Wahrheit sagen.

    George Bernard Shaw

  8. Die Mitgift, die eine Frau ins Haus bringt, ist eine Glocke: So oft du daran vorbeigehst, schlägt dir der Klöppel ins Gesicht.

  9. Die bestverschlossene Tür ist die, welche man offenlassen kann.

  10. Das Schicksal macht nie einen König matt, ehe es ihm Schach geboten hat.

    Ludwig Börne

  11. Schon die Freundschaft ist gefährlich; aber die Ehe ist noch gefährlicher, denn die Frau ist und bleibt das Verderben des Mannes, wenn er ein dauerndes Verhältnis mit ihr eingeht.

    Sören Kierkegaard

  12. Wer mit der Sünde spielt, mit dem spielt die Sünde.

    Claus Harms

  13. Nimm dich vor Heuchelei der stillen Leut' in Acht! Am tiefsten ist ein Fluss, der kein' Geräusche macht.

    Martin Opitz

  14. Kredit ist schlummerndes Mißtrauen.

    Thomas Paine

  15. Gib einem Bär Honig, und du wirst deinen Arm einbüßen, wenn das Vieh Hunger hat!

    Bertolt Brecht

  16. Mit einem Talent mehr steht man oft unsicherer als mit einem weniger: Wie der Tisch besser auf drei als auf vier Füßen steht.

    Friedrich Nietzsche

  17. Um Missverständnisse, Ihr Freunde, zu vermeiden, verständigt euch nur, wo sich eure Wege scheiden. Soweit ihr einig seid, sucht ganz euch zu verstehn, und, wo die Grenz' angeht, da lasst einander g …

    Friedrich Rückert

  18. Ein nicht fröhliches Kind ist unter allen Umständen ein krankes Kind.

    Carl Ludwig Schleich

  19. Heuchler sind die gefährlichsten Feinde.

    Tacitus

  20. Besser ein kleines Feuer, das dich wärmt, als ein großes, das dich verbrennt.

    Thomas Hardy