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Sprüche über Kritik

208 Sprüche — Seite 3

Kritik gehört zu den empfindlichsten Formen menschlicher Auseinandersetzung. Sie kann verletzen, korrigieren, schärfen oder befreien, je nachdem, ob sie aus Überheblichkeit oder aus Wahrheitsliebe kommt. Deshalb ist dieses Thema für Lernen, Beziehungen und Selbstprüfung von besonderer Bedeutung.

Ihr Wert liegt nicht im Tadeln um des Tadels willen, sondern in der ehrlichen Klärung dessen, was verbessert werden kann. Gute Kritik verlangt Maß, Fairness und die Bereitschaft, auch die eigene Perspektive nicht für unfehlbar zu halten.

  1. Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.

    Christian Morgenstern

  2. Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein einziger aufrichtiger Tadel.

    Mark Twain

  3. Das ist die beste Kritik von der Welt: wenn einer neben das, was ihm missfällt, etwas anderes besseres stellt.

    Friedrich Rückert

  4. Ehrliche Kritik ist schwierig anzunehmen, besonders von einem Verwandten, einem Freund, einem Bekannten oder einem Fremden

    Franklin P. Jones

  5. Ein ausgesprochenes Nein wird akzeptiert und nicht übelgenommen. Ein verschwiegenes, durch spätere Nichthandlung erkennbares dagegen sehr.

    Else Pannek

  6. Nur dem nützt das Lob, der den Tadel zu schätzen versteht.

    Robert Schumann

  7. Das Unheil, welches die schlechten Bücher anrichten, kann nur durch die guten wieder ausgeglichen werden.

    Germaine Madame de Stael

  8. Um einen falschen Gedanken mit Erfolg zu widerlegen, muss man bekanntlich ein ganzes Buch schreiben, und den, der den Ausspruch getan hat, überzeugt man doch nicht.

    Otto von Bismarck

  9. Es hilft nichts, das Unvollkommene heutiger Wirklichkeit zu höhnen oder das Absolute als Tagesprogramm zu predigen. Lasst uns stattdessen durch Kritik und Mitarbeit die Verhältnisse Schritt für Schrit …

    Gustav Walter Heinemann

  10. Gebrauche nie ein hartes Wort, wo ein glimpfliches seine Dienste tut.

    Johann Peter Hebel

  11. Die Starken sind immer ihre eigenen Kritiker

    Honoré de Balzac

  12. Fürchte nicht Feinde, die angreifen, sondern Freunde, die schmeicheln

    Lord Byron

  13. Jeder Narr kann kritisieren, verurteilen, reklamieren - und die meisten Narren tun es auch.

    Andrew Carnegie

  14. Nichts sollte unsere Selbstzufriedenheit so sehr vermindern wie die Erkenntnis, dass wir heute verwerfen, was wir morgen billigen.

    François de la Rochefoucauld

  15. Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob.

    Erasmus von Rotterdam

  16. Ungerechtfertigtes Lob kann Schwache gefährden, ungerechter Tadel auch Starke vom rechten Weg ableiten.

    Georg Ebers

  17. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass man Anstoß erregt.

    Vincent van Gogh

  18. Das Zerreden ist hundertfach bösartiger und gefährlicher als das Verschweigen.

    Stanislaw Brzozowski

  19. Schüchternheit ist ein Fehler, den man nicht tadeln darf, wenn man ihn heilen will.

    François de la Rochefoucauld

  20. Ein Zyniker sieht niemals eine gute Eigenschaft eines Menschen, wohl aber jede schlechte.

    Henry Ward Beecher